Othmar Schmid, vom 26. Februar 2010
Geboren wurde der Autodidakt 1955 in Zürich. Bevor er sein Leben vollständig der Kunst widmete und 2003 in das Victoria - Areal in Baar zog, war Othmar Schmid als Hochbauzeichner tätig.
Othmar Schmid verwendet seine verschiedensten Ausdrucksmittel aus einem natürlichen Zufallsprinzip heraus. Dabei ist das schöpferische Grundelement stets eine acrylbemalte Leinwand. Die Komposition wird dann erst durch die Anwendung von Sand, reinen Pigmenten und Zement, sowie Asche, Bleistift und Kohle zum Sonderling.
“Jeder sollte die Möglichkeit haben, meine Bilder so zu hängen, wie er es am liebsten möchte. Nach seinem eigenen Geschmack”, sagte der Künstler in einem Atelierbesuch. Dies ist der Grund, warum seine Bilder im Quer- oder Hochformat gehängt werden dürfen. Othmar Schmid fördert die freie Interpretation und die eigene Auseinandersetzung mit seiner Kunst. Deswegen tragen seine Kompositionen auch kein bestimmten Titel.
Im laufe der Zeit bemerkte er, dass er, vor allem bei den klein formatigen Bilder, immer wieder ungewollt über den Rand malte. Daraus entstand die Idee der Quader: kleiner Holzschachteln, 20x20cm, die über das Konzept der zweidimensionale Kunst hinausgehen, den Betrachter aktiv werden lassen und damit zusätzlich fesseln.
Eine Quader Serie kann verschiede Kompositionen erzeugen. Je nach dem eigenen Geschmack. Sie verfügt über die natürliche Kraft einen Raum neu zu gestalten. Die Position des Einzelstücke zu wechseln, reicht aus um eine Wand neu zu modellieren. Obwohl man jeden Quader als einzigartig empfindet, lässt sich in einer Serie von drei bis vier Einheiten eine gewisse Zusammengehörigkeit wiedererkennen.
Die Quader sind ein Ausdruck der Vorstellung die Othmar Schmid über seine eigene Kunst hat: Jeder sollte frei sein, das zu sehen was er möchte, es zu interpretieren wie er es möchte und damit zu spielen, wenn er es möchte.
